Freitag, 31. Juli 2015

Gloria: Rollentausch

Die Rezension steht noch aus (und das wird nicht einfach), aber bevor die Plattengerichte tagen, präsentieren Gloria, also Mark Tavassol und Klaas Heufer-Umlauf, schon mal einen Videoclip zum Titelsong ihres neuen Albums "Geister" (Regie Frank Hoffmann), das nächste Woche bei Groenland Records erscheinen wird - gefühlige Rollentausch-Fantasien zu abgedimmtem Gitarrenpop, tut gar nicht weh...

Kant: Weniger philosophisch

Es geht also tatsächlich weniger um das Philosophische, sondern eher um's Gegenständliche: Hinter dem Pseudonym KANT verbirgt sich der dänische DJ und Produzent Joachim Schaarup-Jensen, seit einiger Zeit mit diversen Tracks und Veröffentlichungen eine bekannte Größe in der Deep-House- und Electro-Szene. Und der Name meint hier eher die Kante, den Schnitt, "the Edge" - den hat der junge Mann getan und veröffentlicht nun beim Label Black Butter Records, die Single "Nightcall" klingt schon mal ziemlich vielversprechend und dürfte unter der Spiegelkugel gute Chancen zum Dauerbrenner haben,

Velour Modular: Gewagter Vergleich

Was da so kühl oder überschlagen (ganz wie man's nimmt) klingt, stammt von indischstämmigen Französin Annabelle Guilhem, die 2013 unter dem Namen Velour Modular die EP "Capsule" veröffentlichte und damit selbst beim britischen Guardian ("a Knife-esque confection of textured electropop") für Aufsehen und gewagte Vergleiche sorgte. Mit "The Shields" hat sie nun einen neuen Track dabei, produziert hat ihn Phon.o, das Album, das dabei entstanden ist, wird wohl auch bald folgen.

Silicon: Familienbande

Hausmusik einmal anders: Die Gebrüder Nielson haben sich in der letzten Zeit einige Reputation erworben. Ruban Nielson beispielsweise hat zusammen mit seiner Band Unknown Mortal Orchestra drei ganz und gar hochklassige Alben vorgelegt, von denen "Multi-Love" gerade das größte Lob einfährt. Sein Bruder Kody hat zu selbigem Songs und Produzentenarbeit beigesteuert, war mit der Punkband The Mint Chicks unterwegs und geht nun unter dem Namen Silicon neue, eigene Wege. Ende August ist via Domino Records sein Debüt "Personal Computer" angekündigt, von diesem stammt die Single "Burning Sugar" samt Video - ein unterhaltsames Bildermemory zu funkigen Tönen, dazu kommt noch die erste Auskopplung "God Emoj".




Donnerstag, 30. Juli 2015

Small Black: Alles möglich

Mit einem weiteren mutmaßlich schönen Album wartet am gleichen Tag, dem 16. Oktober, das Label Jagjaguwar auf - Small Black, zarter Indiepop aus Brooklyn, werden dann (nach "Limits Of Desire" und dem fabelhaften Debüt "New Chain") ihre dritte Platte "Best Blues" herausbringen. Wenn jeder der zehn Titel, abgemischt von Nicolas Vernhes (The War on Drugs, Deerhunter), wenigstens halb so zauberhaft klingt wie die erste Auskopplung "Boys Life", dann wird dieser Tag ein wirklich großer.

Chk Chk Chk: Kaum zu toppen

Was soll das Album noch verlieren - mit dem Artwork?! Chk Chk Chk oder auch !!! präsentieren das Cover ihrer neuen Platte "As If", die am 16. Oktober bei Warp Records erscheinen soll. Und damit man den Nachfolger von "Thr!!!er" auch gebührend feiern kann, spendieren die New Yorker auch gleich noch zwei Stücke davon, "Freedom '15" und "Sick Ass Moon" machen schon mal mächtig Betrieb. Yeehaw!

Foals: Rundumansicht

High End reicht hier nicht, da muss schon der richtige Browser her: Die Foals haben sich zusammen mit dem Star-Regisseur Nabil (Alt-J, Frank Ocean, Bon Iver, FKA twigs, James Blake, Kanye West, etc.) einen besonderen Dreh für das Video zu "Mountain At My Gates" einfallen lassen und haben den Clip mit einer "GoPro Spherical Virtual Reality“ gedreht. Heißt, dass man ihn am normalen Computerbildschirm nicht wirklich gewinnbringend genießen kann, dafür braucht es ein Smartphone oder Google Chrome. Na dann...

Ballerina Black: Mit Ernst bei der Sache

Wer sich die Gesichter der Herren anschaut, weiß schon ohne vorheriges Zuhören, dass es hier sehr ernst zu Sache gehen muss. Richtig. Denn Ballerina Black aus Los Angeles benennen New Order, The Cure und The Smiths als ihre Vorbilder und entsprechend schattig klingt auch ihre neue EP "Whails", die kürzlich erschienen ist.

Mittwoch, 29. Juli 2015

On An On: Ziemlich clevere Masche

On An On
„And The Wave Has Two Sides“
(Roll Call Records)

Schon verrückt: Neulich war im Promotext zum Zweitwerk einer bekannten deutschen Elektronikband zu lesen, ihr erstes Album wäre bei Produzenten von Fernsehfilmen, -serien und Werbespots noch immer sehr gefragt. Frage: Ist das eine Nachricht, mit der man heute schon hausieren gehen kann/darf? Oder sollte man sich an dieser Stelle besser jegliche Angeberei verkneifen und die Nachfrage wegen des Verrufs eher stillschweigend zur Kenntnis nehmen? Ob auch das Trio On An On aus Minneapolis seine Musik schon an eifrige Drehbuchschreiber ausgeliehen hat, ist bislang nicht bekannt, Interesse dürften sie aber schon mit ihrem Debüt „Give In“ im Jahr 2013 geweckt haben. Allerdings ist ebenfalls anzunehmen, dass Nate Eiesland, Alissa Ricci und Ryne Estwing dort auch für einige Irritationen gesorgt haben, denn ganz so glatt und gefällig, wie man sich das für’s große Gefühlskino resp. den Bauernfänger so wünscht, sind ihre Songs nun wirklich nicht. Und das gilt auch für das gerade erschienene neue Album.

Wenn wir also kurz mal die Replay-Taste drücken, dann kommt natürlich “Ghosts” in Erinnerung, ein Song, der schon im Netz die große und deshalb erfolgreiche Runde drehte. Aber neben diesem Leckerbissen fand sich eben auch “Bad Mythology”, ein gitarren(g)riffiges Stück Psychrock, das trippige “Cops” und natürlich die grelle Indiehymne “Panic”. Ähnlich vielgestaltig und unstet geht es auch auf “And The Wave …” zu, wieder finden sich neben fabelhaft eingängigem und schwelgerischem Popsentiment wie “Behind The Gun” und “Alright Alright” der smarte und einfach gestrickte Boy-/Girlbandsound (“It’s Not Over”, vgl. Haim) sowie die dunkel gefärbten Post-Punk-Anleihen von „Stay The Same“/“You Were So Scared“. Und wie sich das für clever gemachten Pop gehört, hat man bei allen Songs des Albums das Gefühl, man kenne sie schon ewig und kann sie deshalb auch schon nach dem zweiten Durchlauf problemlos mitsummen. Und zwar ohne, dass es einem peinlich ist – keine kleine Leistung. http://www.itsonanon.com/

Chad Valley: Erinnerungen

Tritt man dem Mann zu nahe, wenn man ihn und seine Musik mit Wham! und George Michael vergleicht und das als Kompliment verstanden wissen will? Na egal, rein musikalisch betrachtet (und nur darauf kommt es hier an) trennt die beiden nicht so viel. Schon beim Debüt "Young Hunger" (2012) von Chad Valley hatte sich dieser Vergleich aufgedrängt und wenn die erste Single "True" des neuen Albums "Entirely New Blue", das bei Cascine am 2. Oktober erscheinen soll, nicht furchtbar danebenliegt, dann sollte sich auch zukünftig daran nichts ändern. Gut so.

02.12.  Zürich, Papiersaal
04.12.  Lustenau, Carini-Saal
05.12.  Wien, Grelle Forelle

Schnipo Schranke: Verkaufen ein "e"

Der letzte Post zu Schnipo Schranke war ja schon randvoll gefüllt mit der kompletten Sesamstraßen-Kompetenz - also: Wer? Wie? Was? Wieso? Weshalb? Warum? Deshalb ergänzen wir diesen hier nur noch um das Nötigste, nämlich das Cover der ersten Single "Schrank" und das dazugehörige Zombie-Video.

Dienstag, 28. Juli 2015

Soviet X-Ray Record Club: Aufgewacht

Okay, vielleicht ist bei manchem das Überraschungsmoment schon durch - zu oft von den Epigonen erzählt, die sich über die Jahre angesammelt haben, Interpol, Editors, I Love You But I've Chosen Darkness, White Lies, iLikeTrains, A Place To Bury Strangers und so weiter und so fort. Noise, Waverock, Post-Punk in der Tradition zwischen Jesus And Mary Chain und Joy Division ist nun nicht gerade ein Alleinstellungsmerkmal. Macht aber nix, denn wer weiß denn schon, ob nicht doch eine Band dabei ist, die die Aufmerksamkeit lohnt und einen langen Atem hat, um auf Dauer zu überzeugen. Der Soviet X-Ray Record Club, kurz SXRC, aus dem australischen Ipswitch, kann schon mal vieles von dem vorweisen, was das Klischee verlangt, aber eben auch ein paar gute Songs. Sänger Steven Appleton und seine vier Kollegen haben das Debütalbum "Wake" über weite Teile schon 2014 aufgenommen, nun hat es den Weg via Komplettstream bei Youtube auf's Festland gefunden - wer auf den Geschmack gekommen ist, kann die komplette Platte auf der Website der Band herunterladen, hier gibt's zunächst einmal die etwas ältere Single "Shake" zu hören und zu sehen.

New Order: Diplomatisch

Wie's wohl klingen würde so ganz ohne Peter Hook? Am 25. September soll es also erscheinen, das neue Album "Music Complete" von New Order und auch wenn sie eben nicht mehr komplett sind, ist die Aufregung groß. Nun, sie wird es bleiben, denn von eine Stück auf die Qualität des kompletten Tonträgers zu schließen, verbietet sich - "Restless" als erste Single klingt jedenfalls - nun ja, sagen wir's diplomatisch: erwartungsgemäß. Und das kann ja so ziemlich alles heißen ...


Fehlfarben: Über Menschen

Vielleicht hat sich's ja schon rumgesprochen, aber am 25. Oktober wird das neue Album der altgedienten Düsseldorfer Punkrock-Kapelle Fehlfarben "Über ... Menschen" bei Tapete Records erscheinen, nun haben die Herren um Peter Hein auch noch ein paar Tourtermine aus dem Sack gelassen, damit der Nachfolger von "Xenophobie" (2012) auch genügend Anhänger, Freunde und Käufer finden kann. Bei Soundcloud sind im Übrigen drei Titel von der Trackliste als Schnipsel gestreamt.

01.10. Münster, Gleis 22
02.10. Bremen, Lagerhaus
03.10. Hamburg, Kulturflut Festival
01.12. Leipzig, Werk 2
02.12. Stuttgart, ClubCANN
03.12. München, Hansa39
04.12. Freiburg, Waldsee
05.12. Mainz, Schon Schön
06.12. Aachen, Musikbunker
07.12. Weinheim, Cafe Central
08.12. Düsseldorf, Zakk
09.12. Berlin, Lido
10.12. Nürnberg, Z-Bau
11.12. Ulm, Club Eden
12.12. Karlsruhe, Tollhaus

Montag, 27. Juli 2015

Sleep: Feldversuche

Sleep
„Sleep“

(Staatsakt)

So lange ist das letzte Album von Ja, Panik nun auch noch nicht um die Ecke – „Libertatia“ brachte Anfang vergangenen Jahres der kriselnden Gesellschaft das Tanzen bei und einmal mehr etwas Lockerheit in den sonst so normierten deutschsprachigen Indiepop. Und trotzdem verlangte es Andreas Spechtl, den Sänger der Band, offenbar nach etwas Abwechslung (Pause kann man ja schlecht sagen) und so entschied er sich unter dem Pseudonym Sleep zu einem Solowerk, das so ganz anders daherkommt als die ausgelassen federnden Klänge seiner Wahlberliner Kapelle. Liedhaftes größtenteils Fehlanzeige – bis auf den Opener „Sister Sleep“ heißt das Zauberwort hier: Field Recordings. Also das Einfügen von Geräuschen und Sequenzen, die zunächst nicht zwingend einer bestimmten Songidee folgen und sich erst im Nachhinein einem Kontext, Thema zuordnen lassen. Spechtl, der in den letzten Monaten offensichtlich viel unterwegs war, hat dafür reichlich Material gesammelt – für „BHX Dub“ stammt die Kulisse aus Birmingham und wurde hernach mit Bass und Saxophon ergänzt, in „Cinema Rif“ wiederum hört man ein Stimmengewirr, das auf dem Platz in Tanger aufgenommen worden ist, auf welchem Mitte der Vierziger Marokko seine Unabhängigkeit erklärt hat. Das ist nicht plakativ, griffige Slogans wie sonst hört man hier nicht, der zeitgeschichtliche Bezug erschließt sich erst auf den zweiten oder dritten Blick resp. Ton oder bleibt ohne Recherche zugunsten einer anderen Assoziation ganz verborgen. Ein bisschen erinnert die Platte an den Soloausflug von Karen O, die sich 2014 mit ihren zart gezupften „Crush Songs“ ebenfalls deutlich vom Disco-Punk ihrer Yeah Yeah Yeahs abheben wollte. Wie diese Platte wird auch „Sleep“ eher etwas für aufgeschlossene Grenzgänger bleiben, eine willkommene Möglichkeit, zum knackenden, vibrierenden und verschleiften Minimal Noise, zu den verklausulierten Mantras („Each man’s troubles are just the echo of another man’s troubles“/Hauntology) die Gedanken je nach Belieben eher zu sammeln oder zu zerstreuen. Kopfhörermusik, nicht die schlechteste. http://ja-panik.com/

Deafheaven: LP3 2015 [Update]

Ganz ehrlich? Wurde Zeit! Endlich haben George Clarke und Kerry McCoy zusammen mit ihrer Crew aka. Deafheaven den Nachfolger für "Sunbather", ihr zweites, grandioses Album angekündigt. Das war es dann fast auch schon, denn außer dem Label (ANTI-) und der neuen Typo (hoho, die alte haben sie ja noch zum Verkauf angeboten) ist bislang nichts rauszubekommen. Ach ja, einen Teaser wenigstens gibt's und der hält am Ende, was man sich versprochen hat.

Update: Das Album wird "New Bermuda" heißen, mit obigem Artwork erscheinen und wer möchte, kann hier schon mal die Tracklist anschauen und eventuell vorbestellen.

Gold Class: Nur nicht zittern

Angemessen dunkel klingen sie ja, die vier Jungs aus (tja, wieder mal) Melbourne - die australische Post-Punk-Formation Gold Class um Sänger Adam Curley hat gerade via Stereogum zum Song "Life As A Gun" ein ebenso düsteres Schwarz-Weiß-Video veröffentlicht, gedreht hat Geoffrey O'Connor - wer mehr von dem Quartett hören möchte, kann dies bei Bandcamp tun.

Mas Ysa: La Passionata [Update]

Mas Ysa
„Seraph“

(Downtown)

Eine der spannendsten, weil wandlungsfähigsten Elektronikplatten kommt in diesem Jahr von einem Kanadier. Die Nationalität allerdings ist bei Thomas Arsenault alias Mas Ysa wohl nur noch auf dem Papier verzeichnet – in Montreal geboren, wuchs der Mann in Sao Paulo auf und studierte in Ohio Moderne Komposition, bevor es ihn in den New Yorker Stadtteil Brooklyn verschlug, wo er seine musikalische Sozialisation erlebte. Gerade mal dreißig Jahre alt, hat Arsenault schon mit Künstlern wie EMA, Deehunter, Dolorean und Purity Ring zusammengearbeitet – nun endlich erscheint sein Debüt. An diesem erstaunt neben Reife und Professionalität vor allem sein Facettenreichtum, sein Projekt auf einen bestimmten Stil festzulegen ist deshalb nur schwer möglich. Erinnern Sound und Performance von Mas Ysa in den leisen und zarten Momenten an Hochkaräter wie James Blake, Tom Krell’s How To Dress Well, SOHN oder zuweilen sogar Antony Hegarty, gehen seine Stücke doch weit über den zeitgemäßen, kammermusikalischen RnB hinaus. So gibt es dunkel stampfende Wave-Beats („Seraph“), analoge Synthloops an der Grenze zu EDM/EBM und überhaupt viel(fältige) Percussions („Running“).

Arsenaults Stimme wirkt dabei keineswegs kühl oder unnahbar, es scheint, als ob er sie bewusst in Grenzbereiche führen will, wo die Leidenschaft sie auch mal schrill klingen lässt oder sich gar überschlägt. An anderer Stelle wiederum kommt sie so samtweich daher, dass man sich über die spanischen Gitarrenakkorde, Saxophon- und Panflöteneinlagen, die sich dazugesellen, gar nicht groß wundert. Es stört ja auch gar nicht, es passt einfach dazu. Ebenso die Unterstützung durch Nicole Miglis von Hundred Waters, die zwei Songs („Gun“/„I Have Some“) mit eingesungen hat, beides schillernde Pop-Perlen der Extraklasse. Diese Lust am Ausprobieren und Verschränken verschiedener, gern auch mal gegensätzlicher Stile teilt Arsenault vielleicht am Ehesten mit Anthony Gonzalez aka. M83, auch wenn dieser den Süßstoffgehalt seiner Werke manchmal etwas zu großzügig bemisst.



Am kräftigsten diskutiert wurde im Übrigen der Track „Suffer“, eine vergleichsweise harsche Abrechnung mit all seinen Verflossenen („all my long-lost girlfriends should suffer”), die er in die Worte fasst: "I don't want another one, I don't wanna learn nobody's touch. She won't want to drink this much, fuck her.“ Textzeilen, die wenig Spielraum für Interpretationen zulassen, die Arsenault aber wie folgt relativiert: “I’m not proud of the person in that song, but the lyrics come from me, so it’s a version of me, but it’s angry and hateful and jealous and drunk. … It’s not a nice sentiment to say, and I don’t aspire to feel that way. I just wanted to preserve the drama, so I could move on.” Auch das also – neben der gefühlvollen Ode an seine eigene Mutter (“Margarita”, Update: Video) – eine Seite, die überrascht, dazu angetan, Widersprüchlichkeiten und Angriffspunkte zu pflegen und das künstlerische Profil zu schärfen. Und allemal reizvoller als die mittlerweile zu einer Art Dauerbalz verkommene, konturenarme Endlosschleife von The Weeknd. http://www.masysa.com/

Sonntag, 26. Juli 2015

Pure Bathing Culture: In bester Tradition

Über das popmusikalische Potential von Portland (klingt irgendwie seltsam...) muss man nicht mehr viel diskutieren, da werden schließlich ganze Fernsehserien mit gefüllt. Auch PBC, meint Pure Bathing Culture, stammen aus der nordamerikanischen Stadt und haben für den Oktober ihr zweites Album "Pray For Rain" angekündigt - die erste Single ist gleich der Titelsong selbst und der schillert schon mal kräftig in allerfeinsten Klangfarben. Superpop resp. Portland eben.

Freitag, 24. Juli 2015

Belle And Sebastian: Kleinkunstbühne

Hier schon mal was zum Vormerken für's Video des Jahres: Belle And Sebastian, ein wenig aus dem Fokus geraten, obwohl ihr aktuelles Album "Girls In Peacetime Want To Dance" noch immer eines der besten des laufenden Jahres ist, haben zur Langversion ihres Songs "Perfect Couples" zusammen mit The Forest of Black ein absolut sehenswertes Video gedreht. Wer einmal Michael Frayn's "Der nackte Wahnsinn" auf der Bühne gesehen hat, der wird hier vieles wiedererkennen, ein Kommen und Gehen inklusive Showtanzeinlage, scheinbar chaotisch und doch bis ins kleinste Detail durchchoreografiert - Musikfilmkunst der alten, seltenen Schule.